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Zielführendes Guerilla Marketing – Beispiele und Tipps

Zielführendes Guerilla Marketing – Beispiele und Tipps
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Gastbeitrag von Jasmin Schmidt (overnightprints.at)

Zielführendes Guerilla Marketing – Beispiele und Tipps

Die Begrifflichkeit „Guerilla Marketing“ wurde schon im Jahr 1980 von dem Marketingexperten Jay C. Levinson eingeführt, und seit dieser Zeit verwendet. Guerilla Marketing bezeichnet dabei eine besondere Art der Marketingstrategie, um mit möglichst wenig Aufwand und einem geringen Mitteleinsatz, eine große Wirkung zu erzielen. Bei den Ursprüngen von dieser Art des Marketings sollte nur eine größtmögliche Reichweite erzielt werden, wie beispielsweise in einer Großstadt. Heutzutage wird hingegen der Fokus auf eine maximale Reichweite von einer Kampagne gelegt, die mitunter länderübergreifend bekannt gemacht werden soll. Das Besondere an dem Guerilla Marketing ist der Überraschungseffekt, der bei der Zielgruppe mitunter für Verwirrung oder Verblüffung sorgt. Als Vorbild hierbei dient die entsprechende Kriegsführung, die als Guerillataktik bekannt ist. Hierbei geht es darum, den „Gegner“ oder in diesem Fall die Zielgruppe unerwartet zu überraschen. Bei dem Einsatz von dieser Werbungsart kommen vor allem kreative und einfallsreiche Marketingstrategien zum Einsatz, die eine durchaus gute Wirkung erzielen. Aber auch immer mehr Unternehmen entscheiden sich für provokantere Aktionen, die selbst für die heutige Zeit mitunter noch sehr außergewöhnlich und mitunter erschrecken ausfallen.

Beispiele für ein gelungenes Guerilla Marketing von bekannten Firmen

Die Firma Mercedes arbeitet mit unterschiedlichen Fluglinien zusammen, um die Fluggäste mit Guerilla Marketing zu überraschen. Hierfür wurde an jedes Fenster der Flugzeuge von einigen der Fluggesellschaften, Aufkleber angebracht, die den neuen Mercedes mit Flügeltüren zeigen. Die Flügeltüren sind dabei so ausgeklappt, dass diese als „Tragflächen“ dienen sollen. Auf den ersten Blick wirkt es für viele Fluggäste sicherlich so, als ob es sich bei dem Auto um keinen Aufkleber, sondern um ein echtes fliegendes Fahrzeug handelt. Diese Werbung hat bestimmt schon bei einigen Fluggästen für Verneinung aber auch Belustigung gesorgt.
Ein anderes Beispiel stammt von dem Unternehmen „Weight Watchers“. Diese Firma hat Aushängeplakate drucken lassen, auf denen Abreißzettel befestigt sind, die jeweils mit der Adresse der nächsten Filiale von „Weight Watchers“ bedruckt sind. In der Mitte des Aushangs ist eine dickere Frau abgedruckt, die ein Schild mit der Aufschrift: „Together we get ride of Pounds!“ hochhält. Sobald nun Interessenten die Abreißzelle abreisen, um somit die Adresse für das nächste Zentrum von „Weight Watchers“ zu erhalten, wird die Silhouette der abgedruckten Frau immer dünner. Sobald alle Zettel entfernt wurden, weist die Frau eine durchaus schlanke Figur auf.
Ein weiteres Beispiel für gedrucktes Guerilla Marketing mit einem guten Erfolg, sind entsprechende Aufdrucke auf Bussen. Hierbei kann unter anderem die Werbung für den Zoo in Kopenhagen benannt werden. In dieser Großstadt sind einige Busse mit einem Bild von einer gigantischen Schlange bedruckt, die das Fahrzeug offensichtlich zerdrückt. Ebenso hat der Zoo in Kopenhagen unterhalb von einigen Rolltreppen oder Stadt, große Aufkleber angebracht, die so aussehen, als würden die Nutzer direkt in das geöffnete Maul von einem Krokodil fahren.
Letztlich kann noch ein erfolgreiches gedrucktes Guerilla Marketing von „Coca-Cola“ benannt werden. Hierbei ist der Anhänger von zahlreichen Lastwagen so bedruckt, dass es aussieht, als würde hier eine übergroße Flache „Coca-Cola“ in einem Aquarium gefüllt mit Wasser schwimmen. Solche Lastwagen auf der Straße sorgen sicherlich für Staunen bei der Zielgruppe.

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Nicht ganz so erfolgreiche Beispiele für Print Guerilla Marketing

Natürlich gibt es auch Guerilla Marketingstrategie, die keine so umfangreiche Wirkung erzielt haben, wie die Unternehmen dies sicherlich gerne gehabt hätten. Ein mehr als gutes Beispiel ist ein Print Guerilla Marketing aus San Francisco. Hier wurden im April 2015 Hunderte von Graffitis in der ganzen Stadt aufgesprüht, die Herzen, das Friedenszeichen und Pinguine zeigten. Die Graffitis sollten als Werbung für die neue Kampagne von Linux dienen, die von „IBM“ in Auftrag gegeben wurde. Dadurch, dass die Stadt durch die Graffitis verunstaltet wurde, musste das verantwortliche Unternehmen „IBM“ ein Bußgeld von knapp 140.000 Euro zahlen, um die ganzen Zeichen wieder entfernen zu lassen.
Ein anderes Beispiel ist ein Guerilla Marketing von „Vodafone“. Das Unternehmen hatte einen Flitzer bezahlt, sich auf den Rücken und die Brust das Vodafone-Logo malen zu lassen und dann nackt während eines Rugby Spiel auf das Feld zu rennen. Bei dieser Aktion wurde nicht nur das Spiel unterbrochen und somit Tausende von Fans verärgert, sondern die Darstellung des nackten Mannes war für viele Zuschauer auch sicherlich zu anstößig.

Was sollte eine hochwertige Guerilla Marketing in gedruckter Form bieten

Das große Wort hinter allen Aktionen von Guerilla Marketing ist: „Viraler Content“. Dies bedeutet, dass sich die jeweilige Werbekampagne wie ein Virus unter der Zielgruppe verbreiten soll. Entsprechend ist es wichtig, dass die Betroffenen ihren Freunden und Bekannten von dem jeweiligen Guerilla Marketing erzählen und diese wiederum ihren Freunden von der Aktion berichten. Auf diese Art erfahren auch Menschen von der jeweiligen Werbung, die diese beispielsweise noch nicht selber mit den eigenen Augen gesehen haben. Je ausgefallener und spektakulärer das gedruckte Guerilla Marketing dabei ausfällt, umso leichter ist es, den „Viralen Content“ auszulösen. Dementsprechend sollten folgende Punkte bei einer Guerilla Werbeaktion beachtet werden:

  • Ein möglichst hoher Unterhaltungs- und Informationswert
  • Neue Ansätze, die bis jetzt noch keiner gesehen hat
  • Die Werbewirkung sollte nicht aufdringlich oder störend ausfallen
  • Eine einfache Verbreitung des jeweiligen Guerilla Marketings
  • Eine möglichst flexible und kanalübergreifende Gestaltung

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Neben der richtigen Art von Werbung sollte natürlich auch der passende Ort für das Guerilla Marketing ausgesucht werden. Besonders zu empfehlen hierbei sind Großstädte, da die jeweilige Aktion hier sicherlich von Tausenden Menschen gesehen wird. Besonders einfach lassen sich Guerilla Marketing Aktionen auch mit Stempeln starten, diese lassen sich schnell und einfach in der ganzen Stadt verteilt anbringen, Dabei sollte man natürlich Wasserlösliche Farbe nutzen um nicht in eine ähnliche Falle wie IBM zu tappen und am Ende vor hohen Kosten durch Reinigungsaktionen steht. Darüber hinaus sollten folgende Punkte beachtet werden:

  • Werbung an Orten mit hohem Publikumsverkehr
  • Die Einbindung von bekannten und veränderten Alltagsgegenständen
  • Die provokative Gestaltung der jeweiligen Aktion
  • Die Botschaft muss eindeutig ausfallen
  • Das Guerilla Marketing macht sich eine bestimmte Jahres- oder Tageszeit zunutze
  • Die Verwendung von bekannten Gesichtern und Persönlichkeiten
  • Die Einbindung von besonderen Events oder Feiertagen

Sollten diese Punkte beachtet werden, kann Guerilla Marketing auch in printform ideal umgesetzt werden, sodass auf jeden Fall eine gute Wirkung bei der Zielgruppe erzielt wird.

Gastbeitrag von Jasmin Schmidt (overnightprints.at)

 

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